Einheit A
Freilaufen und Lösungen unter Gegnerdruck finden.
Drei spielnahe Einheiten à etwa 90 Minuten: Ballbesitz, Entscheidungen im Überzahlspiel und Umschalten. Mit konkreten Spielformen, Feldgrößen, Zeitaufteilung und Coachingfragen – zum Anpassen an deine Mannschaft.
Praxisvorlage, kein starrer Lehrplan. Passe Spielerzahl, Feldgröße, Belastung und Pausen an Alter, Niveau, Platz und Spielplan an.
Die Reihenfolge ist ein Beispiel, keine Vorgabe für bestimmte Wochentage. Bei nur zwei Terminen kannst du A und C nutzen und Inhalte aus B integrieren.
Freilaufen und Lösungen unter Gegnerdruck finden.
1 gegen 1, 2 gegen 1 und die richtige Entscheidung.
Nach Ballverlust reagieren und nach Ballgewinn zielgerichtet spielen.
| Einheit | Schwerpunkt | Zielhandlung |
|---|---|---|
| A | Freilaufen und Ballbesitz | Passlinie öffnen, Mitspieler unterstützen, nach Pass in Bewegung bleiben |
| B | 1v1 und 2v1 | Gegner binden, mutig angreifen, Überzahl erkennen |
| C | Umschalten | Nach Ballverlust schnell Druck machen; nach Gewinn Tiefe suchen |
Das Beispiel passt gut zu einer Gruppe mit ungefähr 12–18 Feldspielern. Für jede Spielform werden Teams und Wechsel so angepasst, dass möglichst wenige Kinder lange warten. Zwei Minitorpaare oder große Tore können je nach Platz und Torhütern verwendet werden.
Lernziel: Unter Druck anspielbar werden, vororientieren und nach dem Abspiel erneut eine Lösung anbieten.
| Zeit | Spielform | Organisation und Fokus |
|---|---|---|
| 12 Min. | Ankommen mit Ball | 4 gegen 4 auf kleinen Feldern, viele Ballaktionen; Wechsel nach Bedarf. |
| 15 Min. | 4 gegen 2 im Rondo | Etwa 12 × 12 m; nach Ballgewinn/Fehler rollen die Aufgaben weiter. Blick vor der Annahme betonen. |
| 20 Min. | 4 gegen 4 + 2 Neutrale | Ungefähr 28 × 22 m. Die Außenspieler unterstützen die Ballbesitzmannschaft; Ziel: freie Seite finden. |
| 30 Min. | 6 gegen 6 auf Tore | Drei Spielblöcke mit kurzen Unterbrechungen: Freilaufen, Tiefe geben, Anschlussaktion nach dem Pass. |
| 13 Min. | Freies Spiel und Reflexion | Wenig Vorgaben, dann zwei Fragen: Wo war Platz? Wie habt ihr den Ballführenden unterstützt? |
Bei hoher Fehlerzahl: neutrales Überzahlteam vergrößern oder den Raum leicht öffnen. Bei wenig Gegnerdruck: Neutrale reduzieren und mehr freie Entscheidungen zulassen.
Lernziel: Mut zum Dribbling, Timing des Abspiels und Erkennen von Überzahl.
| Zeit | Spielform | Organisation und Fokus |
|---|---|---|
| 12 Min. | Ballgewöhnung unter Gegnerdruck | Partnerduelle im Korridor; beide probieren Richtungswechsel und Tempowechsel. |
| 18 Min. | 1 gegen 1 auf zwei Minitore | Etwa 12 × 18 m pro Feld, mehrere Felder parallel. Angriffe kurz halten; Rollen häufig wechseln. |
| 22 Min. | 2 gegen 1 in Richtung Tor | Etwa 20 × 25 m. Ballführender bindet Gegner, Pass im passenden Moment oder eigener Durchbruch. |
| 28 Min. | 4 gegen 4 + Anspieler | Überzahl im Ballbesitz schaffen. Nach Ballgewinn rasch wieder freie Entscheidung im Spiel. |
| 10 Min. | Freies Abschlussspiel | Keine künstlichen Regeln, anschließend die beste gefundene Lösung kurz benennen lassen. |
Wenn viele warten: mehr 1-gegen-1-Felder und kürzere Durchgänge. Ist 2 gegen 1 zu einfach: Startabstände verkleinern oder einen zweiten nachrückenden Verteidiger einsetzen.
Lernziel: Nach Ballverlust sofort reagieren und nach Ballgewinn zielgerichtet Richtung Tor spielen.
| Zeit | Spielform | Organisation und Fokus |
|---|---|---|
| 12 Min. | Aktivieren mit Torabschluss | Kurze Angriffe auf Minitore, kleine Gruppen, viele Wiederholungen. |
| 18 Min. | 3 gegen 3 mit Richtungswechsel | Ca. 22 × 18 m. Nach Balleroberung wird sofort auf das gegenüberliegende Tor angegriffen. |
| 22 Min. | 4 gegen 4 + 2 Umschaltspieler | Nach Gewinn einen freien Anspieler finden und Tempo aufnehmen; Ballverlust nicht ausdiskutieren. |
| 28 Min. | 6 gegen 6 mit freien Regeln | Normales Spiel, in Pausen gezielt Umschaltmomente kurz besprechen. |
| 10 Min. | Freies Spiel und Ausblick | Spieler nennen eigene Lösungen; Belastung dem nächsten Spieltag anpassen. |
Bei unübersichtlichen Aktionen: Felder kleiner und Teams reduzieren. Vor einem engen Spielplan Umfang oder Intensität kürzen und frische Beine priorisieren.
Bei 8–10 Spielern funktioniert ein 3-gegen-3 plus 2 Neutrale besser als ein riesiges 6-gegen-6. Bei 18–20 Spielern lieber zwei kleine Spielfelder parallel aufbauen und Spielzeiten kurz halten. So entstehen mehr Entscheidungen pro Kind und weniger Warteschlangen.
Nach einer Einheit reichen oft drei Beobachtungen. Halte fest:
Das Trainingsbeispiel lässt sich als roter Faden nutzen, wenn du in iCoachPro Termine und Einheiten vorbereitest, Übungen sammelst und deinen Kader beziehungsweise die Anwesenheit im Blick behältst. Die sportliche Entscheidung liegt weiterhin bei dir als Trainer.
Nein. 90 Minuten sind hier nur ein Beispiel. Kürzere Trainingseinheiten können genauso sinnvoll sein, wenn die Spielformen gut organisiert sind und die Kinder viele Ballkontakte bekommen.
Nein. Entscheidend ist die Abfolge der Inhalte, die Belastung zwischen Training und Spiel sowie die tatsächliche Verfügbarkeit deiner Mannschaft.
Es gibt keine feste Zahl für jede Aufgabe. Häufig ermöglichen kleine Teams wie 3 gegen 3 oder 4 gegen 4 besonders viele Entscheidungen und Ballkontakte.
Ja. Du kannst deine Einheiten und Termine in iCoachPro organisieren und den Ablauf an deine Gruppe anpassen.
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